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Sensorline

Anwendung des Nonius-Prinzips im GEL 235 Absolutgeber

Der französische Mathematiker Pierre Vernier wäre sicher stolz auf unsere innovative Interpretation und Anwendung, des von ihm 1631 eingeführten, Noniusprinzips gewesen. Die im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung Nonius geht allerdings auf den portugiesischen Geografen Pedro Nunes (lat.: Nonius) zurück, der dieses Messprinzip jedoch nicht erfand.

Kern dieser innovativen Technik ist die Abtastung einer integrierten, hochpräzisen Stegscheibe aus ferromagnetischem Stahl. Diese dreispurige Codescheibe weist Strukturgrößen von einigen 100 µm bis 2 mm auf und wird, genau wie optische Codescheiben, durch Belichtungs- und Ätzverfahren hergestellt.

Zur Abtastung der Oberflächenkonturen werden Giganto-Magneto-Resistive Sensoren (GMR) verwendet. Der GMR-Effekt wurde 1987 entdeckt und basiert auf den Grenzschichteffekten in magnetischen Mehrschichtsystemen. GMR-basierte Schreib- und Leseköpfe revolutionierten wenig später die Entwicklung von Computerfestplatten und werden seitdem millionenfach eingesetzt.

magneto Diese Magneto-Resistiven Sensoren liefern für jede Spur jeweils ein Sinussignal. Aufgrund der Struktur der Codescheibe weisen die gelieferten Sinussignale einen Phasenversatz auf, welcher durch eine hochintegrierte Schaltung mittels Noniusverfahren ausgewertet wird. Dieser Phasenversatz ist eindeutig innerhalb einer vollen Umdrehung und ermöglicht somit eine absolute Positionsbestimmung.

Mit dieser innovativen Technologie wird eine für magnetische Absolutwertgeber einmalige Singleturn-Auflösung von 16 Bit und eine Genauigkeit von 0,1° erreicht.

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