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Der französische Mathematiker Pierre Vernier wäre sicher stolz auf unsere innovative
Interpretation und Anwendung, des von ihm 1631 eingeführten, Noniusprinzips gewesen. Die im
deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung
Nonius geht allerdings auf den portugiesischen Geografen Pedro Nunes (lat.: Nonius)
zurück, der dieses Messprinzip jedoch nicht erfand.
Kern dieser innovativen Technik ist die Abtastung einer integrierten, hochpräzisen Stegscheibe
aus ferromagnetischem Stahl. Diese dreispurige Codescheibe weist Strukturgrößen von einigen 100 µm
bis 2 mm auf und wird, genau wie optische Codescheiben, durch Belichtungs- und Ätzverfahren
hergestellt.
Zur Abtastung der Oberflächenkonturen werden Giganto-Magneto-Resistive Sensoren (GMR) verwendet.
Der GMR-Effekt wurde 1987 entdeckt und basiert auf den Grenzschichteffekten in magnetischen
Mehrschichtsystemen. GMR-basierte Schreib- und Leseköpfe revolutionierten wenig später die
Entwicklung von Computerfestplatten und werden seitdem millionenfach eingesetzt.
Diese Magneto-Resistiven Sensoren liefern für jede Spur jeweils ein Sinussignal. Aufgrund der
Struktur der Codescheibe weisen die gelieferten Sinussignale einen Phasenversatz auf, welcher durch
eine hochintegrierte Schaltung mittels Noniusverfahren ausgewertet wird. Dieser Phasenversatz ist
eindeutig innerhalb einer vollen Umdrehung und ermöglicht somit eine absolute Positionsbestimmung.
Mit dieser innovativen Technologie wird eine für magnetische Absolutwertgeber einmalige
Singleturn-Auflösung von 16 Bit und eine Genauigkeit von 0,1° erreicht.
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